Es geht voran!

radtraining11jAls ich letzte Woche wieder ins Radtraining eingestiegen bin, habe ich nicht erwartet, dass es so gut laufen würde. Ich fuhr die erste Woche nur flache Strecken, um zu schauen wo ich eigentlich stehe und weil es ideal ist, um aufzubauen. Um den inneren Schweinhund immer wieder überwinden zu können, hab ich mir ein hohes Ziel gesetzt: Die Bergpässe auf Teneriffa. Rundum den Teide (3718 Mtr) geht es immerhin auf knapp 2500 Meter hoch und dafür muss Mensch ordentlich trainieren. Ich war in Januar schon dort, allerdings mit dem Auto. Die Vulkanlandschaft unterwegs und der Ausblick auf El Teide und den Atlantik den Mensch von dort hat, ist atemberaubend. Im Januar dachte ich schon, dass dies ein gutes Ziel für einen Radfahrer wäre, aber konkret wurde dies erst, als ich im Laufe dieses Jahres merkte, dass meine Kondition deutlich besser wurde. 

radtraining9jDie ersten Radtouren in der vegangenen Woche waren kurze und flache Strecken auf der Nordbahntrasse in Wuppertal. Schon schnell merkte ich, dass es gut lief. Abends war ich zwar sehr müde, hatte aber kein Muskelprobleme und einen relativ ruhigen Puls beim Fahren. Ich fuhr in der ersten Woche nur auf dem kleine Blatt vorne (niedrige Schaltung). Langsam anfangen war die Devise nach meiner Krankheit im letzten Jahr. Der Wiedereinstieg ins Training setzte enorme Kräfte frei, vor allem mental. Als es keinen Rückschlag beim Training gab, wurde mir im Laufe der Woche klar, dass ich langsam wieder der Alte werde. Darüber war ich mir sehr unsicher im vergangenen Jahr. Ich merkte immer wieder das bestimmte Sachen nicht mehr gingen und das setzte mir mental sehr zu. Das ist jetzt weg und das bedeutet, dass ich diesen verdammten Berg auf Teneriffa hoch fahren kann!
radtraining10jAm Wochenende waren wir bei Freunden in Holland und da haben Vicky (https://victoryviktoria.wordpress.com/) und ich uns richtig gut erholt. Wir waren dort auch am Wasser, was mich dran erinnerte, dass ich unbedingt einen Segelschein machen möchte. 
Aber zurück zum Radfahren. Am Dienstag fing ich erst mal mit Techniktraing auf unserem Heimtrainer an. Dabei habe ich mich auf einen runden Tritt und die Trittfrequenz konzentriert. Inklusive ein- und ausfahren fuhr ich im Schnitt 33.25 km/h über einen Zeitraum von 45 Minuten. Die Oberschenkel brennten ein wenig, aber meinen Rhythmus und auch den runden Tritt konnte ich halten. Es ist alles noch im Anfangsstadium und deswegen war ich damit sehr zufrieden.
radtraining11j_2Am nächsten Tag ging es auf dem Rad nach Haan. Ich hatte mich entschieden unterwegs ein paar leichte Steigungen zu fahren, um zu schauen wie das geht. Ich musste zwar ordentlich runter schalten, aber ich kam alles in allem gut die zwei Hügel, die ich mir ausgesucht hatte, hoch. Es sind immer noch kleine Touren, aber für den Anfang genau richtig. Etwa 35 Kilometer waren es am Mittwoch, wegen den 2 Steigungen drin brauchte ich eine Stunde und 20 Minuten. Ganz okay für den Moment. Nebenbei bin ich an den beiden Tagen noch viel gelaufen. Nicht gejoggt, aber gelaufen. Am Mittwoch bin ich neben dem Radtraining cirka 10 Kilometer gelaufen. Ich hatte ja schon vor einiger Zeit angefangen meine Kondition aufzubauen, in dem ich immer längere Strecken lief.
radtraining10j_4Als ich mich in 2013 und 2014 kaum noch bewegen konnte, habe ich in einem rasanten Tempo zugenommen. Seit einiger Zeit arbeite ich daran die Kilos wieder los zu werden. Mit Hilfe von Vicky habe ich mehr auf meine Nahrung geachtet. Mit 107 Kilo komme ich keinen Berg hoch, aber mittlerweile sind es 98 Kilo geworden. Die neun Kilo habe ich ohne Diät runter gekriegt, sondern einfach durch mehr Bewegung und dem Essen von kleineren Portionen, (dafür aber mehrmals am Tag). Ich versuche auch langsamer zu essen. Vicky hilft mir auch dabei sehr (durch z.B. dezent zu husten, wenn mein Esstempo sich steigert). Mein „Kampfgewicht“ war mal 81 Kilo und ich strebe jetzt an um unter die 90 Kilo grenze zu kommen. Danach schauen wir weiter. Schließlich kostet jedes Kilo was ich in den Berg hochtreten muss extra Kraft, das ist etwas was mich dazu motiviert. Mit 9 Kilo weniger fühle ich mich aber auch im Alltag deutlich besser. 
teideAm Donnerstag bin ich dann erst mit Vicky zusammen nach Wichlinghausen gefahren. Dort haben wir uns gemütlich in die Sonne gelegt und sind dann nach etwa anderthalb Stunden Seele baumeln lassen in der Sonne zurück nach Elberfeld gefahren. Dort haben wir uns voneinander verabschiedet und danach bin ich via Vohwinkel, Gruiten und Haan bis kurz vor Solingen gefahren. Auf dieser Tour von knapp 60 Kilometer gab es 5 kurze und leichte Steigungen die ich ohne Probleme hoch gefahren bin. Mein Körper wird immer fitter und ich kann ihm nun auch wieder etwas abverlangen. Die Unterstützung von Vicky ist großartig. Sie hat mich auf dem Weg aus einem tiefen Loch zurück auf das Rad super unterstützt und tut dies auch jetzt noch. Die Strecke rundum die Teide werde ich definitv packen, es wird noch viel Arbeit sein, aber ich packe das!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s